In einem Dürrejahr ändert sich nicht nur, wie viel vom Feld kommt. Es ändert sich der Maßstab, in dem gerechnet wird. Wer seine Fütterung je Tonne Frischmasse plant, plant dieses Jahr an der Wirklichkeit vorbei — denn die Tonne ist nicht mehr dieselbe Tonne.
Hitze und Trockenheit treiben den Mais in die Frühreife, die Ernte wird vorgezogen. Was auf dem Halm steht, wiegt weniger. Ein Praktiker aus der Biogas-Beratung schätzt im Film: statt 45 nur noch etwa 30 Tonnen je Hektar — wer vorher 200 Hektar brauchte, braucht dann eher 250. Grob 20 bis 30 Prozent mehr Fläche für dieselbe Energiemenge.
Weniger Wasser in der Pflanze heißt: mehr Trockensubstanz je Tonne Frischmasse. Beide Effekte laufen gegeneinander — und genau deshalb lässt sich der Flächen- und Mengenbedarf nicht mehr im Kopf überschlagen.
Ist das Korn nicht richtig ausgebildet, sinkt die Energiedichte, obwohl der TS-Gehalt hoch aussieht. Standardwerte aus der Tabelle bilden das nicht ab — sie gehen vom Standard-Mais aus. Ohne Laborwert bleibt das eine Unschärfe, die man kennen muss, statt sie wegzurechnen.
| Mischung 5.000 t Maissilage · 2.500 t Rindergülle · 800 t Rindermist | TS 33 % | TS 40 % |
|---|---|---|
| Methan | 566.368 m³/a | 671.200 m³/a |
| Strom | 2.259 MWh | 2.677 MWh |
| Elektrische Leistung | 282 kW | 335 kW |
| Organische Trockensubstanz | 1.904 t/a | 2.240 t/a |
| Substratkosten je MWh | 113 € | 95 € |
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